Das Klimaschutzhandlungsprogramm verabschiedet – Förderung abgelehnt


Das Kimaschutzhandlungsprogramm, dass die Bemühungen des Kreises zur Klimaneutralität nicht nur dokumentieren soll, sondern Bürger und Gemeinden aktiv miteinbeziehen will, wurde mit Begeisterung diskutiert als weiterer Meilenstein des Kreises in seinem Bemühen, konkrete Ziele im Klimaschutz zu definieren, umzusetzen und dabei alle Bürger mitzunehmen.

Wie ernst die Fraktionen des Kreistages ihre eigenen Beschlüsse nehmen, ließ sich am Montag im Umwelt- und Verkehrsausschuss ablesen. Denn der Förderantrag Balkonkraftwerke von CDU und FDP/FW Kreistagsfraktion wurde mehrheitlich abgelehnt.


Im Umwelt- und Verkehrsausschuss des Rems-Murr-Kreises wurden am 28.11.2022 die Anträge der Fraktionen beraten.
Unter anderem auch ein Antrag zur Förderung von Stecker-Solaranlagen der Fraktion Die LINKE/ÖDP. Wir Grüne haben diesem Antrag gerne zugestimmt, da von der Förderung auch alle Mieterinnen und Mieter von der Förderung sogenannter Balkonkraftwerke profitiert hätten.
Leider sahen CDU- und FDP/FW-Fraktion das anders: „ Bei der hohen Nachfrage könne schließlich nur eine begrenzte Anzahl solcher Anlagen gefördert werden. Es gäbe dann zu viele enttäuschte Haushalte, die nicht mehr zum Zuge kämen.“  Dieser Logik können wir nicht folgen. Jedes einzelne Balkonkraftwerk hätte ein Beitrag zum Klimaschutz im Kreis sein können. Photovoltaik ist der kostengünstigste CO-2-freie Energieträger. Somit wären die ohnehin schon sehr belasteten Haushalte zumindest bei den Stromkosten entlastet. Nun ist die Enttäuschung bei denen, die sich eine solche Anlage  nur mit einer Förderung leisten können besonders hoch.

Wenn uns die Klimaneutralität gelingen soll, kommt es auf jede einzelne Anlagen an. Wir bedauern sehr, dass diese Chance vertan worden ist.